WPC 2BHZDutch#|xZ:m\  P;XP"+\^2CRddȜ$CCdq2q28dddddddddd88qqqYzoCNzoozzC8C^dCYdYdYCdd88d8ddddCN8ddddY`(`lC2CCq8CCC2CCCCCCCd8YYYYYYzYzYzYYC8C8C88ddddddddddxxdxxddodYYYYYYdzYzYzYzYddddddCdCdCCCdkNCdz8zCzCzEz8ddddd/NdB[dCYddddd7>ddFFNUNG 1.Musik ZUR ER>FFNUNG DER 15. KULTURWOCHEN IM HAUS SCHMIED AN DER STRASS BITTE ICH HERRN ................ EINIGE WORTE ZU SAGEN 2.XDer Vertreter der Marktgemeinde Gaflenz" ALS ERSTES STELLE ICH IHNEN HERRN JOSEF KRCEK AUS PRAG VOR. ER IST EIN TRAGENDES MITGLIED DES KAMMERENSEMBLES "MUSICA BOHEMICA", DAS IN DIESEM HAUS BEREITS VIERMAL AUFGETRETEN IST: ER WIRD HEUTE AUF ALTEN VOLKSINSTRUMENTEN IMPROVISIEREN. DAMIT M>CHTE ICH JOSEF KRCEK BITTEN, EIN WEITERES STFCK VORZUTRAGEN. 3.XAnsprache" 4.XMusik" 5.XZum Werk von Monika Karlinger: Die Magierin, die hier vor mir steht, ist eine symbolhafte Darstellung der fGnf Sinne. Nach Darstellung von Frau Monika Karlinger macht der sensible und doch intensive Gebrauch unserer Sinne mchtig, ja magisch. Das Zeitrad stell ein Symbol fGr den stndigen Kreislauf der Zeit dar. Die Zeit bedeutet Ausgehen vom Ursprung und die RGckkehr." XDer Garten Eden steht fGr die vollkommene Harmonie." XDer Zeitzeuge k?nnte auch den Titel Auge Gottes tragen. Im Gbrigen ldt Frau Karlinger den Betrachter ein, ihre Werke anzuschauen, anzugreifen, zu erfGhlen." 6.Miroslav Novotny 7.XJulius Scherzer" 8.Zum Werk von Karl Leonhardsberger: XEs ist Herrn Leonhardsberger leider nicht m?glich aus Wertheim in Deutschland hierherzukommen. Ebenso haben gestern auch die Herren Jiri Doucha und Milos Jirovec angerufen und mitgeteilt, da es ihnen nicht m?glich ist, heute hier zu sein. Zu seinen Bildern m?chte ich nur einen kurzen Absatz aus seinem Buch zitieren: "Ich male keinen bestimmten Berg, keine bestimmte Landschaft: ich male den geistigen Berg oder die geistige Landschaft in mir. Da aber die gesamte Sch?pfung in mir angelegt ist, wird jedes Bild in der Welt seine Entsprechung finden. Mit anderen Worten ausgedrGckt: jedes der gemalten Bilder wird Berge oder Landschaften, die es irgendwo gibt, in-(0.. der Vorstellungswelt des Betrachters hervorrufen. Also male ich einen Berg, und der Betrachter wird sagen: "Diesen Berg kenne ich ja!"" 8.Leon Einberger 9.XSepp Viehauser" 10.XFranz Brandner" 11.XEva Jandejskova" 12.XEva Droppova" 13.XMilos Jirovec" 14.XHans Joachim Schulz" 15.XJiri Doucha" 16.Fritz Kreis 17. Koreanische Vasen 18. XMusik" 19.XUND NUN BITTE ICH ZU EINEM KLEINEN BUFFET, DAS IM ESSZIMMER VON FRAU CHRISTINE RUHM VORBEREITET IST."(0.. Ansprache zur Er?ffnung der 15. Kulturwochen im Haus Schmied an der Stra in Gaflenz am 14. August 1994. Sehr geehrter Herr , verehrte Damen und Herren, liebe Freunde. Im Gegensatz zu Dietlind Bauch, die seit 1980 die Kulturwochen gestaltet, erlebe ich die Kulturwochen seit nunmehr 8 Jahren in wachsendem Ma als Familie. Das gilt sowohl von den aktiven KGnstlern wie auch vom Besucherkreis. Langsam wchst die Zahl, von Zeit zu Zeit kommt jemand dazu, wchst heran, fGhlt sich wohl, lt sich nieder. Manche ziehen aus, schauen aber immer wieder herein. Wir sind keine geschlossene Gesellschaft, sondern ein offenes Haus. Da gibt es viele Gste und auch schon Freunde, die einfach dazugeh?ren. Am gestrigen Nachmittag, als Dietlind Bauch und Karl Gansch mit den Vorbereitungen zur Ausstellung im groen und ganzen fertig waren, nahm ich mir das Buch "Adoration Art" von Karl Leonhardsberger zur Hand. Viele Stze haben mich inspiriert. Sie haben mich sosehr inspiriert, da ich den Wunsch verspGrte, sie ihnen vorzulesen. Diesem Wunsch nachzukommen wGrde dem Sinn der Kulturwochen zwar gerecht werden, doch den Rahmen dieses Anlasses sprengen. So m?chte ich nur den einen oder anderen Gedanken aufgreifen. Dehio hat einmal gesagt: Kunst ist ein Fenster zu Gott. Wir betrachten nicht das Fenster, wir blicken durch es hindurch, wir ?ffnen es, um etwas gewahr zu werden, was weit drauen liegt, noch hinter den Dingen. Insoferne ist Kunst, wie Leonhardtsberger meint, Mittler zwischen zwei Welten. Das Kunstwerk ?ffnet mich und leitet meinen Blick auf etwas anderes, das nicht, noch nicht in mir zu finden ist. Andererseits kommt durch dieses Fenster etwas in mich hinein, was vorher nicht darin zu finden war. Ein echtes und tiefes Kunstwerk ist immer eine BrGcke zu einer tieferen Wirklichkeit, die mit unseren physischen Sinnen nicht ohne weiteres wahrnehmbar ist. Wenn ein Kunstwerk in mir nichts ausl?st, nichts vermittelt, dann mu es nicht unbedingt am Kunstwerk liegen. Ich kann auch mit dem RGcken zum Fenster stehen und Gberhaupt nicht interessiert sein, Gber meine eigenen Grenzen hinauszublicken. Damit so ein Fenster entstehen kann, mu eine Mauer durchbrochen werden. Es ist die Mauer zwischen dieser zeitlich und-(0.. rumlich begrenzten und der ewigen Welt. Es die Mauer zwischen dem Hier und Jetzt und dem Dann und Dort. Es ist die Mauer zwischen physischer und geistiger Welt. Es ist die Mauer zwischen dir und mir, zwischen Mann und Frau. Es ist die Mauer zwischen den Rassen und V?lkern, zwischen Religionen und Konfessionen, zwischen Gott und Welt. Dieses Fenster in die Mauer zu brechen, ist harte Arbeit. Ein KGnstler, der mit seinem Werk die Mauer durchbricht, hat oft ein schweres, mitunter qualvolles Leben. Dadurch, da er gerufen ist, die Zukunft in das Jetzt zu holen, mu er damit einverstanden sein, da ihm die Last der Geschichte auf die Schultern gelegt wird. Es geht ihm ja nicht darum, die Natur abzumalen, zu kopieren, weil sie so sch?n ist, sondern herauszufinden, warum sie so sch?n ist und diese Ursache und ihre innere Gesetzmigkeit zugnglich zu machen. Diese Gabe des KGnstlers, seine Begabung ist gleichzeitig seine Aufgabe. Seine Berufung ist Gnade, die ihn beflGgelt und BGrde, die ihn hemmt. In dem steten Ringen mit sich selbst entsteht sein Werk, seine Botschaft. Die kGnstlerische Technik, das uere Ausdrucksmittel mu ihm gelufig sein, Routine. Nur so wird er imstande sein, das uere der Innenwelt und das Innere der Auenwelt erfahrbar zu machen. Das Kunstwerk wird ein Instrument zur Vereinigung getrennter Welten. Ja, der KGnstler selbst erlebt und erfhrt in seinem Werk, wer und was er ist: Eine ganzheitliche, einmalige, sch?pferische Pers?nlichkeit. Und der eigentliche Kern der Pers?nlichkeit ist die Kraft der Liebe, einer Liebe, die nie aufh?rt, die immer wirkt und lebt, die sich selbst stndig vergit um in etwas H?heres einzumGnden. Dadurch, da wir unser innerstes Potential entwickǬkeln und zur Darstellung bringen, also Liebe verwirklichen, entdecken wir, wer wir sein sollen. Diese Liebe ist die Kraft zur Einheit. Im ganzheitlichen Werk, in der geistigen Einheit, die im Kunstwerk zutage tritt, finden wir uns als Wesen der Einheit, zur Einheit berufen. Ich denke, da so gesehen ein KGnstler immer etwas Messianisches in sich birgt. Fber alles Konfessionelle und Rituelle hinaus ist demnach ein KGnstler ein religi?ser Mensch, ob er sich dessen nun bewut ist oder nicht. Als dieser vermittel er eine Botschaft. Diese Botschaft mu sichtbar, h?rbar, lesbar, erschaubar sein. Und diese Botschaft mu auch gelesen und er-(0..Ԯfat werden. Jeder Mensch kann auf irgendeinem Gebiet ein KGnstler sein, denn jeder Mensch hat sch?pferisches Potential in sich. Aber nicht alle Menschen entwickeln dieses Potential. So stehen wir oft staunend vor groen Kunstwerken und meinen, da nur deren Sch?pfer etwas zu sagen haben, wir aber nicht. Aber wir sind alle so einzigartig, da wir einander immer etwas zu geben haben. Keiner hat die alles, keiner hat nichts. In der Liebe ist niemand austauschbar. Deswegen ist es unser Bestreben, anllich der jhrlichen Kulturwochen viele unterschiedliche KGnstler hier zu Wort, zu Bild, zu Ton kommen zu lassen, damit wir einander auf diese Weise bereichern und schlielich zur Einheit gelangen.