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In meiner Kinderzeit klapperten wir meine Schwester, einige Freunde und ich sptestens am Samstag vorm Muttertag am Rande von Wien die unserem Huschen umliegenden Grten ab und erbaten uns Blumen zum Muttertag: Goldregen, Pfingstrosen, Tulpen, Flieder und was immer die Jahreszeit hergab. Sie ohne Fragen zu entwenden, schien uns zu diesem Anla wenigstens unpassend, wenn nicht gar verrterisch. Zuhause stopften wir die Beute in alle verfGgbaren vasehnlichen Gefe und versteckten sie zunchst im Holzschuppen oder im Kohlenkeller. FrGh am Morgen des Ehrentages fGr die Mutter, noch lange vor dem selbstverstndlichen Kirchgang, immer ohne Vater, verteilten wir die blumenhaltigen Gefe gleichmig im Haus. Kissen wurden herangeschleppt, um den Sessel der Mutter weich und bequem auszustatten. Wenigsten einmal im Jahr sollte sie es nicht so hart haben. Meine Schwester brachte ihre gehkelten Deckchen und Sterne und legte sie Gber die Sesselkissen. Der Tisch wurde gedeckt, die Eier gekocht, nur den Kaffee wollte meine Mutter schon selbst zubereiten. In dieser ernsten und fGr sie lebenswichtigen Angelegenheit wollte sie kein Risiko eingehen. Nachdem sie alle gutgemeinten WGnsche Gber sich hatte ergehen lassen, meinte sie leise seufzend: "Wenn's halt nur immer so brav wrds." Mein Vater trat bei der Vorbereitung und Abwicklung dieses Gedenktages nicht so sehr in Erscheinung. Und in meiner Kinderzeit gab es noch kein Pendant fGr den Muttertag: den Vatertag. Der wurde erst viel spter und mehr aus wirtschaftlichen Erwgungen eingefGhrt. Woher kommt es blo, da zunchst nur der Mutter und nicht auch dem Vater durch spezielle Gedenktage eine derartige Aufmerksamkeit gezollt wurde? Seit wann gibt es den Muttertag?  X Bereits im 16. Jahrhundert wurde in England mitten in der Fastenzeit, an Mitfasten, der soge X nannte Sonntag Laetare, als Mothering Day, als Muttertag gefeiert. Spter geriet dieser Brauch wieder in Vergessenheit.  X Erst 1908 erlie die Amerikanerin Ann Jarvis einen Aufruf zur Errichtung eines General Memo X rial Day of all Mothers (Allgemeiner Gedchnistag fGr alle MGtter). Zunchst haben 45 Unionsstaaten diesen Gedanken aufgegriffen. 1912 wurde ein diesbezGglicher Feiertag in den USA von  X den Methodisten eingefGhrt und am 8.Mai 1914 hat der amerikanische Kongre den Muttertag  Xl! zum offiziellen Feiertag erklrt. Gleichzeitig belebten die Briten den alten Mothering Sunday wieder. Durch die Heilsarmee wurde der Muttertag 1917 in der Schweiz eingefGhrt. Fber Norwegen (1918) und Schweden (1919) fiel dieser Gedenktag 1922 in Deutschland auf fruchtbaren Boden. Auf die Initiative von Marianne Hainisch, der BegrGnderin und FGhrerin der >sterreichischen Frauenbewegung wurde der Muttertag 1924 in >sterreich heimisch. Abgesehen von einigen Ausnahmen unter den V?lkern dieser Erde, wo die Mutter das Sagen hatte, also das Matriarchat herrschte, spielte in der Entwicklung des Abendlandes die Vaterherrschaft die entscheidende Rolle. S?hne waren unter den Kindern weitaus willkommener als Mdchen. Die Frau stand nicht so hoch im Kurs. Wenn man die Eheschlieungsriten bis herein ins 17. Jahrhundert betrachtet, mu man feststellen, da fGr die Braut, die Frau ein Preis zu bezahlen war. Vor der Hochzeit war die junge Frau im Besitz des Vaters und nach dem Brautkauf im Besitz des Mannes. Sie stand im allgemeinen gesellschaftlichen Bewutsein rechtlich nicht neben, sondern unter dem Mann. /G1G1G1ԌDurch die enge biologische Bindung des Kindes an die Mutter hat sie vor allem in den ersten Lebensjahren eine unersetzbare Verantwortung dem Kind gegenGber. Und aufgrund dieser Bedeutung in der Mutterrolle war es mehr als passend, endlich den Wert der Frau im ?ffentlichen Bewutsein zu heben. Eine Mutter ohne Vater beziehungsweise ein Vater ohne Mutter ist jedoch undenkbar. Ein Kind braucht, um entstehen und gesund heranwachsen zu k?nnen, nicht nur mGtterliche, sondern auch vterliche Elemente. Noch bevor wir das Licht der Welt erblicken, hat sich zwischen diesen beiden Menschen, die dann unsere Eltern werden, etwas sehr Entscheidendes vollzogen: Ihre liebende Vereinigung wurde zum Beginn unseres Lebens. Diese Liebe sollte ein Erlebnis sein, durch das Ehemann und Ehefrau sich in einer reinen Verbindung vereinigen, um Kinder zu zeugen, die das Leben, das volle Leben weitertragen sollten. Das Zentrum des Lebens ist Liebe, und das Menschengeschlecht wird durch die Wege des Lebens und der Liebe von Ehemann und Ehefrau weitergegeben. Die VerknGpfung von Liebe, Leben und Erbgut (physisch wie geistig) ist es, was der Geschichte ihre Kontinuitt verleiht. Und wenn da nicht wirkliche Liebe im Spiel ist, bedingungslose und selbstlose Liebe, darf man sich nicht wundern, wenn das Ergebnis nicht dementsprechend ist. Wie sagt Johann Wolfgang Goethe so sch?n?: "Wer den ersten Knopf verfehlt, kommt mit dem Zukn?pfeln nie zurecht." Aber nehmen wir einmal an, wir haben nicht verfehlt und wir verfehlen nicht. Vater und Mutter haben sich nicht nur zueinander hingezogen gefGhlt, sondern haben einander wirklich geliebt. Und nun kommt das Ergebnis zur Welt, die Frucht ihrer Liebe. Jetzt beginnt das eigentliche ElternWerden. Das bedeutet, da auch ein Elternpaar, das keine eigenen Kinder bekommen kann, durch ein adoptiertes Kind seine elterliche Rolle erfGllen kann. Es handelt sich ja nicht nur um einen biologischen Proze. Wie Gberall hat der Mensch auch und gerade hierin seine Verantwortung aus freien StGckǬken einzubringen, die ihm niemand abnehmen kann. Ohne da wir bewut die tiefe Ebene des Herzens einbringen, wGrden wir uns auf die animalische Ebene begeben. Ein Mann wird zum Ehemann und Vater durch diese Frau und Mutter und umgekehrt. Diese Tatsache verleiht beiden einen Wert, der Gber ihre individuelle Pers?nlichkeit hinausragt. Diese Einheit als Eltern ist ein dynamischer Proze, der uns als Einzelwesen und als diese h?here Familieneinheit wachsen lt, wenn wir bewut stndig daran arbeiten. WGrde in diesem Proze das Kind nur einen Elternteil erleben in >sterreich sind das Gber 16% wGrde sich das beim Kind einerseits in emotionellen Mangelerscheinungen bemerkbar machen und andererseits wGrde es hilflos Gberfordert sein, weil es ja bis zu einem gewissen Grad den Partner des Elternteiles ersetzen mu. Das Kind erlebt fGr sich Vater und Mutter, und es lernt auch, wie Mann und Frau, Vater und Mutter miteinander umgehen sollen. Als Eltern blicken wir in den unverflschten Spiegel unserer Kinder und erkennen sofort: So war ich, so bin ich. Es ist auch nicht nur so, da die Eltern ihre Kinder erziehen, die Kinder erziehen auch ihre Eltern. Sie erziehen uns dazu, echt, aufrichtig, wahrhaftig zu sein. Kinder decken unbarmherzig das Falsche in uns auf: "Red nicht so mit mir!" sagte unlngst meine Frau zu unserer FGnfjhrigen. "Wieso nicht?" gab sie zur Antwort, "Du redest ja auch so mit mir." So bringen uns unsere Kinder dazu, uns selbst zu erziehen und zu wertvollen Menschen, Vtern und MGttern, zu guten Eltern zu werden. Der amerikanische Psychotherapeuth Scott M. Peck kommt am Ende seines Buches "Der wunderbare Weg" zu dem Schlu, da die Aufgabe des Menschen darin bestGnde, Gott zu werden. Nur lehnten viele und gerade religi?se Menschen dieses Ansinnen ab, weil es ihnen viel zu mGhselig sei, stndig an sich selbst zu arbeiten. Und wenn Gott ein Vater ist, unser allererster Vater, dann mu da auch eine Mutter sein. Die zum Katholizismus konvertierte jGdische Philosophieprofessorin Edith Stein bezeichnet in ihren Schriften den Heiligen Geist als den weiblichen Aspekt Gottes. Und das ist eigentlich von der hebrischen Sprache her evident. Wenn wir weiter folgern, da Gott in sich eine Einheit ist, kommen wir zu dem logischen Ergebnis, da unser Vater im Himmel die Einheit von Vater und Mutter ist, Eltern.=0G1G1G1ԌWenn wir in dieser Welt in Frieden leben wollen, dann mGssen wir die Verantwortung Gottes Gbernehmen und danach trachten, die Egoismen auszumerzen und einander selbst und bedingungslos zu lieben. NatGrlich setzen gute und wahre Eltern gute und wahre Einzelpersonen voraus. Die Harmonie beginnt also in uns selbst, zwischen meinem Geist und meinem K?rper. Dort bleibt sie aber nicht stehen. Die Harmonisierung mu sich auch in der Familie abspielen und von dort auf die Gesellschaft, ja auf die ganze Welt Gbergreifen. Die Menschen werden erst dann wie Geschwister in dieser Welt leben k?nnen, wenn es gute, wahre Eltern gibt. Ohne Eltern gibt es kein Zuhause. Als Kinder unserer Eltern tragen wir Elemente von beiden Teilen in uns, gute und weniger gute. An den Kindern und in ihnen sieht man, da Eltern, Vater und Mutter von der Grundkonzeption her eine unl?sbare Einheit bilden, bilden sollten. Wenn so viele Ehen frGher oder spter in BrGche gehen, dann deshalb, weil deren Einzelbausteine schon brGchig waren; dann deshalb, weil das Motiv, aus dem wir unsere Ehen geschlossen haben, versteckt oder offenkundig egoistisch war. Nicht "IchfGrdich" hie hier die Devise, sondern "DufGrmich". Und so wird der Egoismus immer weiter vererbt. Gerade in diesem Jahr der Familie ist es angebracht, davon zu sprechen, da wir Eltern brauchen, die ihren Nachkommen echte, unverflschte Liebe vermitteln k?nnen. Mit Computer kann man heute sehr viel: Lernen, Wissen vermitteln, spielen, arbeiten, schreiben, zeichnen, malen usw. Doch fGr die Liebe und das Leben brauchen wir Eltern.  X   X  Initiieren wir einen Elterntag. Ein Tag oder Sonntag im Jahr sollte den Eltern gewidmet sein, damit uns wieder unsere hervorragende und beglGckende Verantwortung als diese Einheit von Vater und Mutter bewut wird. Die nachkommenden Generationen werden es uns danken, wenn wir diese Aufgabe gelebter Elternschaft mit all unseren Krften des Herzens erfGllen.  X|  `O#GHeinrich K.  he Kurzfassung:  ss     #:m\  P;UXP# Alles Gute nur zum Muttertag?   h Pldoyer fGr einen Elterntag. In meiner Kinderzeit klapperten meine Schwester, einige Freunde und ich am Samstag vorm Muttertag die unserem Huschen umliegenden Grten ab und erbaten uns Blumen zum Muttertag: Goldregen, Pfingstrosen, Tulpen, Flieder und was immer die Jahreszeit hergab. Zuhause stopften wir die Beute in alle verfGgbaren vasehnlichen Gefe und versteckten sie zunchst im Holzschuppen oder im Kohlenkeller. FrGh am Morgen des Ehrentages fGr die Mutter verteilten wir die blumenhaltigen Gefe gleichmig im Haus. Kissen wurden herangeschleppt, um den Sessel der Mutter weich und bequem auszustatten. Der Tisch wurde gedeckt, die Eier gekocht, nur den Kaffee wollte meine Mutter schon selbst zubereiten. In dieser ernsten und fGr sie lebenswichtigen Angelegenheit wollte sie kein Risiko eingehen.  X* Bereits im 16. Jahrhundert wurde in England an Mitfasten der sogenannte Sonntag Laetare als  X+ Mothering Day, als Muttertag gefeiert. Spter geriet dieser Brauch wieder in Vergessenheit.  X, Erst 1908 erlie die Amerikanerin Ann Jarvis einen Aufruf zur Errichtung eines General Memo X{- rial Day of all Mothers (Allgemeiner Gedchnistag fGr alle MGtter). Zunchst haben 45 Unions Xf. staaten diesen Gedanken aufgegriffen. Am 8.Mai 1914 hat der amerikanische Kongre den Mut XO/ tertag zum offiziellen Feiertag erklrt. Gleichzeitig belebten die Briten den alten Mothering  X:0 Sunday wieder. :0G1G1G1ԌDurch die Heilsarmee wurde der Muttertag 1917 in der Schweiz eingefGhrt. Fber Norwegen (1918) und Schweden (1919) fiel dieser Gedenktag 1922 in Deutschland auf fruchtbaren Boden. Auf die Initiative von Marianne Hainisch, der BegrGnderin und FGhrerin der >sterreichischen Frauenbewegung wurde der Muttertag 1924 in >sterreich heimisch. Eine Mutter ohne Vater beziehungsweise ein Vater ohne Mutter ist jedoch undenkbar. Ein Kind braucht, um entstehen und gesund heranwachsen zu k?nnen, nicht nur mGtterliche, sondern auch vterliche Elemente. Noch bevor wir das Licht der Welt erblicken, hat sich zwischen diesen beiden Menschen, die dann unsere Eltern werden, etwas sehr Entscheidendes vollzogen: Ihre liebende Vereinigung wurde zum Beginn unseres Lebens. Diese Liebe sollte ursprGnglich ein Erlebnis sein, durch das Ehemann und Ehefrau sich in einer reinen Verbindung vereinigen, um Kinder zu zeugen, die das Leben, das volle Leben weitertragen sollten. Das Zentrum des Lebens ist Liebe, und das Menschengeschlecht wird durch die Wege des Lebens und der Liebe von Ehemann und Ehefrau weitergegeben. Die VerknGpfung von Liebe, Leben und Erbgut (physisch wie geistig) ist es, was der Geschichte ihre Kontinuitt verleiht. Und wenn da nicht wirkliche Liebe im Spiel ist, bedingungslose und selbstlose Liebe, darf man sich nicht wundern, wenn das Ergebnis nicht dementsprechend ist. Ein Mann wird zum Ehemann und Vater durch diese Frau und Mutter und umgekehrt. Diese Tatsache verleiht beiden einen Wert, der Gber ihre individuelle Pers?nlichkeit hinausragt. Diese Einheit als Eltern ist ein dynamischer Proze, der uns als Einzelwesen und als diese h?here Familieneinheit wachsen lt, wenn wir bewut stndig daran arbeiten. WGrde in diesem Proze das Kind nur einen Elternteil erleben in >sterreich sind das Gber 16% wGrde sich das beim Kind einerseits in emotionellen Mangelerscheinungen bemerkbar machen und andererseits wGrde es hilflos Gberfordert sein, weil es ja bis zu einem gewissen Grad den Partner des Elternteiles ersetzen mu. Das Kind erlebt fGr sich Vater und Mutter, und es lernt auch, wie Mann und Frau, Vater und Mutter miteinander umgehen sollen. Als Eltern blicken wir in den unverflschten Spiegel unserer Kinder und erkennen sofort: So war ich, so bin ich. Es ist auch nicht nur so, da die Eltern ihre Kinder erziehen, die Kinder erziehen auch ihre Eltern. Der amerikanische Psychotherapeuth Scott M. Peck kommt am Ende seines Buches "Der wunderbare Weg" zu dem Schlu, da die Aufgabe des Menschen darin bestGnde, Gott zu werden. Nur lehnten viele und garade religi?se Menschen dieses Ansinnen ab, weil es ihnen viel zu mGhselig sei, stndig an sich selbst zu arbeiten. Und wenn Gott ein Vater ist, unser allererster Vater, dann mu in Ihm auch eine Mutter sein. Gott ist dann unsere Eltern. Wenn wir in dieser Welt in Frieden leben wollen, dann mGssen wir die Verantwortung Gottes Gbernehmen und danach trachten, die Egoismen auszumerzen und einander selbst und bedingungslos zu lieben. NatGrlich setzen gute und wahre Eltern gute und wahre Einzelpersonen voraus. Die Harmonie beginnt also in uns selbst, zwischen meinem Geist und meinem K?rper. Dort bleibt sie aber nicht stehen. Die Harmonisierung mu sich auch in der Familie abspielen und von dort auf die Gesellschaft, ja auf die ganze Welt Gbergreifen. Die Menschen werden erst dann wie Geschwister in dieser Welt leben k?nnen, wenn es gute, wahre Eltern gibt. Ohne Eltern gibt es kein Zuhause.  X (   X(  Initiieren wir einen Elterntag. Ein Tag oder Sonntag im Jahr sollte den Eltern gewidmet sein, damit uns wieder unsere hervorragende und beglGckende Verantwortung als diese Einheit von Vater und Mutter bewut wird. Die nachkommenden Generationen werden es uns danken, wenn wir diese Aufgabe gelebter Elternschaft mit all unseren Krften des Herzens erfGllen.  X-  `O#GHeinrich K.  k. y`2dddy  Sd/ # d\  P;\&P#Copyright: Heinrich Krcek, theol., Markt 124, A3334 Gaflenz. Tel.:07446/588; Fax: 07446/497.  S<0 Bankverbindung: Raika WeyerGaflenz BLZ 34747 Ko.Nr.: 101.436#:m\  P;UXP#